Duftende Plätzchen und Die Geschichte von dem kleinen Reiskorn

Plätzchenduft erfüllte die Küche des städtischen SOS-Kinderdorfs Gera. Fröhliche Kindergesichter erstrahlten im warmen Kerzenlicht. Gebannt lauschten die Zwei- bis Achtjährigen der Erzählung aus dem neu erschienenen Buch „Die Geschichte vom kleinen Reiskorn“: Julia Scharf hat gestern den Advent im ersten SOS-Kinderdorf Thüringens eingeläutet. Die Schirmherrin war nun zum zweiten Mal in Gera zu Besuch. Bereits bei der Eröffnung im September feierte die sympathische ARD-Sportmoderatorin die Einweihung des ehemaligen Gehöfts.

Duftende Plätzchen und Die Geschichte von dem kleinen Reiskorn / Die Kinder im SOS-Kinderdorf Gera stimmten sich gemeinsam mit ÙARD-Moderatorin und Schirmherrin Julia Scharf auf die Adventszeit ein © SOS-Kinderdorf/Candy Welz
Duftende Plätzchen und Die Geschichte von dem kleinen Reiskorn / Die Kinder im SOS-Kinderdorf Gera stimmten sich gemeinsam mit ÙARD-Moderatorin und Schirmherrin Julia Scharf auf die Adventszeit ein
© SOS-Kinderdorf/Candy Welz

Inzwischen haben die ersten sechs kleinen Geraer Bewohner die gemütlichen Zimmer bezogen. „Es ist schön zu sehen, dass die wunderbaren Räume nun mit Leben gefüllt sind. Die Kinder fühlen sich wohl, das sieht man ihnen an“, schwärmt die gebürtige Geraerin. Auch Einrichtungsleiterin Katrin Berthold freut sich über ihre Schützlinge: „Ich bin froh, dass die Kinder hier ein neues Zuhause haben. Bei uns finden sie die Geborgenheit, Unterstützung und individuelle Förderung, die sie für ein Leben voller Perspektiven brauchen.“

Leuchtende Augen und helfende Hände in der Weihnachtsbäckerei

„Ich bin schon ganz gespannt auf Julia. Und auf die leckeren Plätzchen!“, freut sich die sechsjährige Luisa. „Und auf die Geschichte von SOS-Kinderdorf!“, ruft der vier Jahre alte Marc frech dazwischen. Als Julia Scharf tatsächlich da ist, sind die Kinder schon ganz aufgeregt. Die Schirmherrin begrüßt die Kleinen herzlich und widmet sich auch gleich dem vorbereiteten Teig. Beim Ausstechen der Formen sind die Knirpse ganz in ihrem Element und gehen der Hobbybäckerin begeistert zur Hand. Während die Vanillekipferl und Butterplätzchen im Ofen ihren verlockenden Duft verströmen, liest Julia Scharf ihnen „Die Geschichte vom kleinen Reiskorn“ von Schauspieler und SOS-Kinderdorf Botschafter Dirk Böhling vor. Aus dem schön illustrierten Buch erfahren sie, wie die SOS-Kinderdörfer in die Welt kamen.

Geborgenheit und Liebe: das größte Weihnachtsglück

Endlich ist es dann soweit: Das feine Gebäck kann aus dem Ofen! Staunend stehen die Leckermäulchen davor. Julia Scharf, selbst Mutter einer kleinen Tochter, achtet darauf, dass sie sich weder Hände noch Zunge verbrennen. Als kleines „Betthupferl“ darf sich jeder einen Keks mit einem Glas Milch nehmen. Und zum Abschied verteilt Julia Scharf noch eine kuschelige Überraschung. „Diese glücklichen Gesichter zu sehen – das ist ein unbeschreiblich schönes Gefühl. Da ich hier geboren bin, möchte ich gerne Kinder, mit denen es das Leben nicht so gut gemeint hat, von Beginn an unterstützen und begleiten. Dass sie nun Weihnachten in einer geborgenen und liebevollen Umgebung feiern können, freut mich umso mehr“, lächelt sie und verspricht, bald wieder zu kommen.

Über SOS-Kinderdorf Gera

Träger des SOS-Kinderdorfs Gera ist der SOS-Kinderdorf e.V., der sich seit fast 60 Jahren stark macht für die Bedürfnisse, Anliegen und Rechte von Kindern. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen vernachlässigte Mädchen und Jungen sowie benachteiligte Familien. Neben den SOS-Kinderdörfern sind in Deutschland und der ganzen Welt über die Jahre viele weitere SOS-Angebote entstanden: SOS-Kinder- und Jugendhilfen, SOS-Ausbildungszentren, SOS-Beratungszentren, SOS-Mütterzentren, SOS-Dorfgemeinschaften, SOS-Mehrgenerationenhäuser. Mehr Informationen unter www.sos-kinderdorf.de

„Drohnenjahre“ statt „Hundejahre“

Nobelpreisträger Günter Grass kritisiert in einem Interview mit dem „Kulturjournal“ des NDR Fernsehens die Überwachung durch die USA und das Verhalten von Bundeskanzlerin Angela Merkel. Außerdem beklagt er die Macht der Lobby in Berlin und Brüssel.

In dem Interview anlässlich des 50-jährigen Jubiläums seines Romans „Hundejahre“ sagte er dem „Kulturjournal“ (Sendung: Montag, 25. November, 22.45 Uhr, NDR Fernsehen): „Heute würde ich nicht von Hundejahren sprechen, sondern von Drohnenjahren. Wir sind in einem derart überwachten Zustand – das verkörpert sich in der Drohne, bewaffnet oder unbewaffnet – , wie wir es in den zurückliegenden Jahrzehnten, selbst zu Stasi-Zeiten, nicht erlebt haben. Das sind Kinkerlitzchen gegen das, was die Vereinigten Staaten von Amerika sich selbst, ihren eigenen Bürgern und uns zumuten. Und es ist ein Skandal, dass die Bundeskanzlerin nicht den Mut hat, von unserer Souveränität Gebrauch zu machen und uns vor diesem Rechtsbruch zu schützen.“

In seinem Roman „Hundejahre“ geht es u. a. um die Bonner Republik der Adenauer-Zeit. Zur heutigen politischen Situation sagt Günter Grass: „Die Macht der Lobby hat so überhandgenommen, nicht nur in Berlin, sondern auch in Brüssel, so dass wir kaum noch politische Entscheidungen im Parlament erleben, die frei sind vom Einfluss der Lobby. Und das ist eine Aushöhlung der Demokratie: Es ist nicht ein äußerer Feind, es sind nicht die Taliban oder Terroristen, die uns gefährden, nein, wir sind es selber, indem wir das zulassen.“

Das Interview mit Günter Grass fand am Donnerstag, 21. November, in Lübeck statt. Dort las er im Günter Grass-Haus anlässlich der Eröffnung der Ausstellung „50 Hundejahre“ aus seinem 1963 erschienenen Roman. Das „Kulturjournal“ berichtet am Montag, 25. November, auch über die Ausstellung.

Shooting im Bondage-Style: Irina Shayk zeigt Haut

Irina Shayk hat sich in Latex im Bondage-Style ablichten lassen. Das 27-jährige Bikinimodel heizt den Lesern der Winter-Fantasyausgabe des Magazins 7 Hollywood ordentlich ein.